Gemeinsam genossenschaftliche Perspektiven vor Ort sichern

Die Volksbank Lembeck-Rhade und die Spar- und Darlehnskasse Reken nehmen Gespräche über eine deutlich engere Zusammenarbeit auf

Die Spar- und Darlehnskasse Reken und die Volksbank Lembeck-Rhade haben Gespräche über eine noch engere Zusammenarbeit aufgenommen. Die Vorstände beider Genossenschaftsinstitute bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung, dass diese Gespräche und ein Mehr an Kooperation auf Dauer in eine Fusion der beiden Banken führen können.


Die Mitarbeiter beider Genossenschaftsinstitute wurden jetzt über die Aufnahme der Gespräche informiert. Die Resonanz aus der Kollegenschaft sei deutlich positiv gewesen, freute sich das Rekener Vorstandsmitglied Marc Trzcinski. Auch in Lembeck und Rhade hätten Zustimmung und Neugier die Betriebsversammlung bestimmt, so Martin Rekers.


Beide Vorstände nannten als wesentliches Ziel der deutlich engeren Zusammenarbeit die Sicherung genossenschaftlicher Perspektiven vor Ort. Das sei in erster Linie der Erhalt genossenschaftlicher Finanzdienstleistungen in Rhade, Reken und Lembeck und damit die Erfüllung des gesetzlichen Förderauftrags. Hinzu kämen die Sicherung der Arbeitsplätze und die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. „Mit mehr Experten in unseren Geschäftsstellen können wir auch unsere Mitglieder und Kunden stärker fördern“, so die Vorstände.


Alle vier Vorstandsmitglieder kennen sich seit vielen Jahren: „Wir kooperieren mit Reken schon seit einer gefühlten Ewigkeit, haben uns immer auf der Sachebene unterstützt und darüber hinaus menschlich gut verstanden“, so Hubertus Rekers. Beide Häuser seien sich in Philosophie und Kultur sehr ähnlich. Sie setzten auf Nähe zu Mitgliedern und Kunden. Vor allem aber würden sie gerne gemeinsam ihre Identität behalten.


„Wir haben als Nachbarn in den vergangenen anderthalb Jahren mit den Kollegen in Lembeck und Rhade auch Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erkannt, die über eine normale Kooperation in Backoffice-Fragen weit hinaus gehen“, analysierte Christian Nordendorf. Die Herausforderungen der Niedrigzinsen, die zunehmenden Anforderungen aus Politik und Aufsicht sowie die Themen Demografie und Digitalisierung könne man in jedem Fall gemeinsam und als größeres Haus besser bewältigen.


„Wir wollen unseren Mitgliedern und Mitarbeitern eine genossenschaftliche Perspektive vor Ort bieten“, heißt es in der Erklärung der Volksbank und der Spar- und Darlehnskasse: „Deshalb haben wir jetzt Gespräche aufgenommen, die auf jeden Fall zu einer noch engeren Zusammenarbeit führen sollen und im besten Fall zu einer Fusion führen können.“ Details hätten noch nicht auf der Tagesordnung gestanden.