Bilanzpressekonferenz

Positive Bilanz für 2017

2017 war ein herausforderndes Geschäftsjahr für unsere Spar- und Darlehnskasse Reken. Die Kombination aus Niedrigzins, wachsender Bürokratie und überzogener Regulatorik stellte unsere heimische Kreditgenossenschaft vor besondere Aufgaben bei der Erfüllung unseres Förderauftrages. „Dabei hat sich die Genossenschaftliche Beratung bewährt. Engagierte und kompetente Mitarbeiter, Nähe zu den Mitgliedern und kaufmännische Verantwortung waren Grundlagen unseres Erfolges.“ Dieses Fazit zogen unsere beiden Bankvorstände Christian Nordendorf und Marc Trzcinski, als sie auf das Geschäftsjahr 2017 zurückblickten.

von links: Marc Trzcinski, Christian Nordendorf, Prokurist Thomas Schemmer

Die konsequente Umsetzung der Genossenschaftlichen Beratung habe 2017 insgesamt für unsere Spadaka Reken zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr werden lassen. So ist das Gesamtkundenvolumen nach den vorliegenden Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 512,7 Millionen Euro gestiegen. Diese Zahl gibt zum einen wieder, wie hoch das Vermögen ist, das die Menschen in der Region unserem Genossenschaftsinstitut anvertrauen. Sie addiert zudem die Investitionsmittel hinzu, die unser heimische Mittelstand und die Häuslebauer, aber auch die Verbraucher für Konsumanschaffungen in Anspruch genommen haben. Unsere Bilanzsumme stieg ebenfalls deutlich: um 9,5 Prozent auf 252,7 Millionen Euro.

Deutlich zugenommen hat auch das Kreditgeschäft. Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 an Mitglieder und Kunden 189,8 Millionen Euro ausgeliehen. Das sind über zwölf Millionen Euro mehr bereitgestellte Investitionsmittel für unsere heimische Wirtschaft sowie für Mitglieder und Kunden als noch 2016. Zusammen mit den in die genossenschaftliche Finanzgruppe vermittelten Finanzierungen beträgt das Gesamtkreditvolumen 266 Millionen Euro. „All diese Mittel leisten einen Beitrag zur Fort- und Weiterentwicklung unserer heimischen Wirtschaft. Damit erfüllen wir unseren Förderauftrag so, wie unsere Mitglieder es wünschen: nachhaltig und erfolgreich“, stellte Christian Nordendorf heraus.

Die Mittel, die wir als Genossenschaftsbank ausleihen, kommen aus der Region. „Mit ihren Einlagen bei der Spar- und Darlehnskasse Reken leisten unsere Kunden ihren Beitrag für die Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“, betonte Marc Trzcinski. So funktioniere der regionale Geldkreislauf. Im vergangenen Jahr betrugen die Einlagen rund 164,5 Millionen Euro, über zehn Millionen Euro mehr als 2016. Marc Trzcinski: „Es macht uns stolz, dass die Menschen ihrer Spadaka Reken ihr Geld anvertrauen.“

Die wichtige Rolle unserer Spadaka Reken für das Geschäftsgebiet zeigt sich auch durch die weitere Zunahme der Zahl an Mitgliedern. 137 Teilhaber wurden im vergangenen Jahr hinzugewonnen, auf 5.248 Mitglieder stieg die Gesamtzahl zur Jahreswende. „Jedes Mitglied unserer Genossenschaft ist ein Bürger unseres Geschäftsgebietes, der mit seiner Mitgliedschaft deutlich macht, dass er aktiv Verantwortung für unsere Region übernehmen möchte. Ganz im Sinne der genossenschaftlichen Selbsthilfe und Solidarität“, so Marc Trzcinski.

Dieses positive Ergebnis sei dem Kostenbewusstsein, dem besonderen Engagement unserer 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der tiefen Verwurzelung in der Region zu verdanken. „Wir haben hart gearbeitet und verantwortungsvoll gewirtschaftet“, so Marc Trzcinski. Davon profitiert auch die ganze Region durch die Ausschüttung von Erträgen aus dem Gewinnsparen für gemeinnützige Aufgaben sowie durch Zuwendungen in die Reken-Stiftung.

„Wir wollen unseren Förderauftrag erfüllen und attraktive sowie moderne Arbeitsplätze sichern“, betonte unsere Vorstand weiter. „Dabei stehen wir für unsere Mitglieder in der Verantwortung, zu prüfen, ob wir richtig aufgestellt sind.“ Um den anstehenden Herausforderungen und Kostentreibern bei der Digitalisierung, dem verändertem Kundenverhalten bei der Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen sowie bei der Regulatorik zu begegnen, planen wir den Zusammenschluss mit der benachbarten Volksbank Lembeck-Rhade.

„Wir haben das Ziel, mit diesem Zusammenschluss die genossenschaftlichen Perspektiven vor Ort langfristig zu sichern. Damit meinen wir in erster Linie den Erhalt unserer Finanzdienstleistungen in Reken, Lembeck und Rhade und damit die Erfüllung unseres gesetzlichen Förderauftrags. Hinzu kommen die Sicherung der Arbeitsplätze und die berufliche Weiterentwicklung der Beschäftigten“, verdeutlichte Nordendorf. Die Entscheidung zur Fusion fällt auf den jeweiligen Vertreter- bzw. Generalversammlungen der beiden Banken, die Ende April stattfinden.

Insgesamt blicken wir mit Zuversicht nach vorne. 2018 ist „Raiffeisenjahr“: In diesem Jahr wäre der Mitbegründer der genossenschaftlichen Idee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, 200 Jahre alt geworden. Unter dem Motto „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ soll das Jubiläum die Genossenschaftsidee weithin ins öffentliche Bewusstsein rücken. „Das ist für uns alle Motivation, um uns auch in diesem Jahr wieder für unsere Mitglieder zu engagieren. Im Raiffeisenjahr wollen wir unser 85-jähriges Jubiläum mit einem Kassenfest am 13. Juli 2018 mit allen Mitgliedern und Kunden feiern“, so unsere beiden Vorstände.